Wie können wir besser werden? Überlegungen dazu sind beim sinfonischen Blasorchester Biberbach immer fester Bestandteil der Jahresplanung. Der Verein mit seiner rührigen Vorstandschaft versteht sich seit Jahren als innovative Ideenschmiede. Diesmal sollte es ein namhafter Dirigent sein, der zu einem Probentag nach Biberbach kommt. Schnell wurde der Kontakt zum Wunschkandidaten Prof. Johann Mösenbichler hergestellt .Man kannte sich ja schon, weil er mit seinem Musikkorps der Bayerischen Polizei vor Ort konzertiert hatte.
Das Blasorchester Biberbach ist eine feste Größe im Landkreis Augsburg. Die Liste der Erfolge ist lang. Mit Dr. Ulrich Fischer am Dirigentenpult hat sich das Blasorchester einen ausgezeichneten Ruf als sinfonisches Blasorchester erarbeitet.
Dabei sind die Musikerinnen und Musiker weit davon entfernt, in schwarze Konzertkleidung gehüllt hoheitsvoll auf dem Konzertpodium zu sitzen. Sie sind äußerst vielseitig: man kann mit den Musikerinnen und Musikern rechnen, wenn es darum geht Gottesdienste festlich zu umrahmen, sie sind da, wenn der Musikbund Solisten für seine Solo und Duo Wettbewerbe sucht ,sie spielen in kleinen Gruppen oder treten in voller Größe und Besetzung an, wenn es darum geht bei Wertungsspielen mit dabei zu sein. Kurz: sie sind ein verlässlicher Partner der Kommune und des Verbandes und nicht zuletzt können sie auf treue Fans rechnen, die ihre Konzerte besuchen oder sich beim Spätzlefest mit musikalischen und kulinarischen Schmankerln verwöhnen lassen.
Unsicherheit und Respekt vor dem renommierten Pädagogen und Dirigenten ließen im Vorfeld manche Musiker ihre Instrumente doch mehr als vor einem „normalen“ Probentag in die Hand nehmen. Man hörte von freiwilligen Registerproben ect.
Zu Beginn des Workshops begann ein heftiges Stühlerücken , der Dozent setzte die Register komplett um. So sollen neue Eindrücke und Klangbilder für jeden einzelnen Musiker vermittelt werden, gerade bei den Querflöten war das neue Tonerlebnis frappant. Nach Atem und Motorikübungen war der Bann längst gebrochen und man sah in erwartungsfrohe Gesichter. In 80 Tagen um die Welt, das Pflichtstück der Oberstufe lag auf und man erarbeitete Stück für Stück die einzelnen Passagen in hoher Konzentration und mit großer Freude. Meist ist nach der Mittagspause bei Tagesworkshops die Luft raus. Mit ansteckender Energie und Humor vertrieb Johann Mösenbichler die Musiker mit „Bodypercussion“ schnell sämtliche Müdigkeit. Inzwischen hatten sich zahlreiche Zaungäste eingefunden, die voller Respekt für die Leistung der Musiker waren, die nach langen Probenstunden schnell und sicher den „Anweisungen“ ihres Dozenten Folge leisten konnten. Man verstand sich einfach und so ging mit dem schmissigen „Avocados“ ein eindrucksvoller, interessanten Probentag zu Ende, dessen Impulse man sicher beim Frühjahrskonzert am 27.März spüren wird.